Diese ist meine Seite über Husaberg. Mögen auch viele Fahrer über die Motorräder von Husaberg schimpfen, ich bin nach wie vor großer Fan von Husaberg, auch wenn ich nun auf ein österreichischer Baustellenfahrzeug umgestiegen bin. 

Und den Nachbesitzer meiner Husaberg hat das Schwedenteil auch glücklich gemacht. Die zwei Bilder oben sind von ihm. (Ich werd ihn mal auf unsere Strecke einladen, damit ich meine alte Berg (schnüf) wieder umarmen kann. 

Jetzt folgt meine Geschichte:

Im Mai 2002 konnte ich mir endlich meinen großen Jungendtraum erfüllen: Eine echte Enduro.

Da der Einkauf ohne Wenn und Aber von meiner besseren Hälfte genehmigt wurde, konnte ich mich daran machen, ein Moped für mich auszusuchen. Und wie es so ist, wenn man sich einen Traum erfüllt, dann schaut man nicht mehr, was den eigenen Fähigkeiten am besten entspricht, sondern man sucht sich das Allerschönste aus.

Meine Wahl fiel auf das schönste Moped aller Zeiten:

Eine Husaberg Fe 501 e (leider bei eine ziemlichen Banditen von Händler eingekauft.)

Im August 2002 brachte mich ein schwer verdienter Urlaub nach Schweden. Ich nahm schon im Juni mit dem Husaberg Werk in Röfors/Schweden Kontakt auf, da ich das Werk besichtigen wollte. Obwohl ich meine Anfrage in Englisch formulierte, fiel die Antwort sehr freundlich und höflich aus - und: Gott sei Dank in Deutsch. Ich war also herzlich Willkommen.

Der Empfang im Werk war sehr herzlich. Obs wohl daran lag, dass ich für den Herren, der uns im Werk rumführte ein paar Flaschen bayerisches Weißbier und ein Fläschchen Himbeergeist dabei hatte?

Erstaunt war ich dann bei der Besichtigung. Ich hatte mir das Werk doch etwas anders vorgestellt. Aber zu den Gebäuden später mehr. Laut Werbung von Husaberg sollte ja in der Schweißerwerkstatt eine Frau bei Hardrockmusik die Rahmen schweißen. Die Hardrockmusik lief in der Schweißerei (extra für uns Besucher?), die Dame vom Schweißgerät war aber nicht da (soll auf einem Rennen als Fahrerin gewesen sein) und gearbeitet wurde auch nicht.

Interessant war die "Werkstatt", in der die Sitzbänke bezogen wurden. Nachdem an dem Tag das Wetter sehr gut war, haben die Arbeiter wohl beschlossen, im Freien zu arbeiten. So saßen die beiden auf einem Balkon mit den Füßen auf dem Geländer und tackerten gemütlich Sitzbänke.

Gut war auch die Entwicklungsabteilung. Ein Haus mit zwei Räumen und ein paar Kammerl. In einem Raum saßen 2 Leute an ihren PCs. Im andern Raum schraubte ein Ingenieur in Motorradstiefel an dem im Motorrad eingebauten Vergaser des neuen Modells herum. Im Nebenkammerl stand die Ur-Husbaberg: Rote Farbe! Die Ur-Husaberg, eine ursprüngliche Entwicklung für Husqvarna, wurde den Italienern abgeschwafelt, als diese die Schweden aufkauften.

Herzlich wurden wir auch nach einem Rundgang durch die Fertigungsstraße und das Zentrallager verabschiedet. Mir wurden in meine Taschen eine Menge neuer Dichtungen, ein Husaberg Kappl und ein Husaberg Shirt gepackt.

So verließen wir das Werk nach einem wunderbaren Nachmittag wieder. Dann holte KTM das Schwedenstahl heim in die Ostmark.

Im Jahr 2003 war ich wieder in Schweden. Ich besuchte Röfors wieder. Diesmal ohne Anmeldung. Wäre auch gar nicht möglich gewesen, da das Werk komplett leer geräumt war. Nix erinnerte mehr an Husaberg. Kein 4 Takt Gedröhne mehr im Wald hinter dem Werk, so wie ich es aus dem Vorjahr kannte. Bis auf ein kleines Schild waren alle Spuren des schwedischen Traums in Röfors getilgt.

Hier meine Bilder, die ich 2003 in Röfors aufnahm.